Tierschutz-News

TASSO-Newsletter 

 Wann brauchen Jungvögel unsere Hilfe?
 
 Aus dem Gebüsch im Garten ist aufgeregtes Zwitschern zu hören. Die Amseln haben sich auch in diesem Jahr dazu entschieden, ihre Jungen dort aufzuziehen. In der Hecke am Ende des Gartens ist ebenfalls einiges los. Auch dort fliegen Altvögel regelmäßig zum Füttern ihrer Kleinen ins Nest. Die Brutzeit ist in vollem Gange und wir Menschen sollten dabei möglichst wenig stören. Dafür ist es wichtig, dass Hundehalter ihre Vierbeiner in Wald und Flur an die Leine nehmen und dafür sorgen, dass sie den Vogelnachwuchs in Ruhe lassen. Weiterhin sollten auch Menschen ohne tierische Begleitung versuchen, sich möglichst rücksichtsvoll zu benehmen.

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Emma – endlich ein liebevolles Zuhause  

Irgendwann Anfang des Jahres kam eine sehr tierliebe Arbeitskollegin auf mich zu und bat um Hilfe. Sie fütterte seit einiger Zeit die Nachbarkatze „Emma“. Emma wollte nicht mehr nach Hause gehen, weil dort ein Hund eingezogen war, vor dem sie große Angst hatte. Deshalb lebte sie jetzt auf dem Nachbargrundstück, eben bei meiner Kollegin. 

Diese konnte das Tier aber nicht ins Haus lassen, da sie zu diesem Zeitpunkt selbst zwei Katzen hatte, eine sehr alte Katzendame und einen aufgenommenen Kater mit schwerem Asthma.  

Als ich die Bilder von Emma im winterlich kargen Garten sah, fror ich und ich stellte mir das arme Ding vor, wie es dort in der Kälte saß und so gerne ein warmes Zuhause gehabt hätte.  

Ich setzte Anzeigen in die Zeitung, sie kam mit Bild und kleinem Bericht auf unsere Homepage und tatsächlich – eines Tages meldete sich eine sehr nette tierliebe ältere Dame, die unserem Verein schon seit längerer Zeit verbunden ist. Sie holte Emma zu sich nach Walldorf.  

Zuerst war Emma sehr ängstlich und scheu, aber schon bald kamen die ersten Erfolgsnachrichten: Emma kam auf die Couch, bald kam sie auch auf den Schoß. Sie verschwand auch nicht mehr spurlos in der Wohnung, wenn Besucher kamen, sondern zeigte sich zumindest. 

Inzwischen darf sie auch nach draußen und die beiden Mädels, das zweibeinige und das vierbeinige, sind glücklich und zufrieden.  

27.09.2015 

BS 

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Tierischer Badespass im Freibad Ketsch

Am Freitag, den 18. September, durften zum ersten Mal alle schwimmlustigen Hunde oder die, die es werden wollten, im Ketscher Freibad ins Wasser gehen. Es bestand an diesem Tag kein Gesundheitsrisiko, da das Wasser nicht gechlort war, da zum Abschluss der Badesaison anschließend das Wasser abgelassen wird und die Becken gereinigt werden.

Dieses Angebot ließen sich die wasserlustigen Vierbeiner nicht zwei Mal sagen. Schon an der Kasse war das Gebell groß, der Eintritt betrug 3,- pro Fellnase und kommt teilweise  dem Tierschutzverein Schwetzingen zugute. Und so tummelten sich zwischen 13 und 17Uhr ca. 170 Hunde, u. a. Belgischer Schäferhund, Boxer, Labrador, Golden Retriever, Dalmatiner, Pinscher, Beagle, Setter, Dackel und Dogge munter im Wasser und alle vertrugen sich bestens. Diese hundefreundliche Aktion der Enderlegemeinde ging auf Initiative von Schwimmmeisterghilfin  Jennifer Westphal zurück und wurde von Bäderleiter Armin Luksch und seinem Team tatkräftig unterstützt; „Es gibt für Hunde hier in der Gegend leider fast keine Möglichkeiten zum Schwimmen.“ Begleitet wurde der Badespaß von der Hundephysiotherapeutin Ute Knobloch, die in Edingen-Neckarhausen eine Praxis für therapeutisches Schwimmen für Hunde betreibt.  Manche Hunde hatten noch keine Schwimmerfahrung und waren etwas ängstlich, plötzlich den Boden unter ihren Pfoten zu verlieren, für solche Fälle hatte sie knallrote Hundeschwimmwesten dabei. Andere schwimmbegeisterte Vierbeiner wollten sogar ihr „Hundeseepferdchen“ bei ihr ablegen.

Von den Zweibeinern  waren nur Lobeshymnen zu hören, was für eine tolle Idee/Aktion das war. Frauchen und Herrchen kamen nicht nur aus der nahen Umgebung, sondern auch von der Bergstraße oder aus der Pfalz; eine Besucherin war sogar aus Pirmasens angereist.  

Es war rund- bzw. hundherum ein gelungener Hunde-Freizeitspaß, der allen offensichtlich viel Freude gemacht hatte; es wird hoffentlich nächstes Jahr wieder eine solche tolle Aktion geben; evtl. in anderen Gemeinden, was sehr wünschenswert wäre.

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Manchmal macht es richtig Spaß 


 Am letzten Samstag, 29.08.2015 wurde im Schwetzinger Schälzig im Mittelgewann eine getigert-weiße Kätzin gefunden. Sie lag apathisch in einem der Gärten (an diesem Tag war es auch noch sehr warm), konnte nicht laufen und war völlig dehydriert. Ein mitleidiger Nachbar brachte sie zur Erstversorgung zu Dr. Engel in Schwetzingen, aber was sollte man dann mit dem Tier machen? Also rief man beim TSV Schwetzingen an und wir nahmen sie auf. Ich brachte sie in einer Box in der Quarantäne unter, sie bekam Futter und Wasser, aber man merkte, dass sie am linken Hinterlauf Schmerzen hatte. Da ich einen Bruch oder eine starke Verstauchung befürchtete, bekam sie Metacam. Leider war sie nicht gechipt, aber sie hatte eine relativ gut lesbare Tätonummer. Aber bei Tasso machte man mir dann einen Strich durch die Rechnung – die Nummer war nicht gemeldet. Aber ich wußte inzwischen immerhin, bei welchem Tierarzt sie tätowiert worden war, Dr. Pawlik, der Vorgänger von Dr. Engel. Warum hatte er das nicht gleich abgeklärt bei der Erstversorgung?? Egal, am Montagmorgen brachte ich sie zu Frau Dr. Stammler, es war kein Bruch, sie befürchtete eher einen kleinen Schlaganfall, deshalb die merkwürdige Art und Weise, wie sie lief. Inzwischen hatte ich mit der Praxis Engel auch die Halterfrage geklärt. Nach diesen Unterlagen war die Katze 1997 tätowiert worden und demnach mindestens 18 oder 19 Jahre alt. Aber der Besitzer, früher wohnhaft in der Herzogstraße, war nicht erreichbar. Abends klingelte ich in der Herzogstraße und ein netter Bewohner konnte sich erinnern und gab mir die neue Anschrift des Besitzers. Und endlich hatte ich ihn am Telefon: Mäuschen, so der Name der Kätzin, ist 20 Jahre alt, hat Hüftprobleme und ist der Liebling der Familie. Herr J. freute sich so sehr, seine alte Dame wieder zu haben, dass er eine sehr großzügige Spende machte, als er sein Mäuschen noch am gleichen Abend abholte.

 

 

 

Ebenfalls am Wochenende, am Sonntag, nahmen wir eine Fundkatze aus Altlußheim auf. Es war eine sehr hübsche helle Kätzin mit blauen Augen. Sie trug ein Glöckchen, war nicht gechipt, aber hatte eine leider schlecht lesbare Tätowierung. Am Mittwoch ging ich mir ihr zu Frau Dr. Stammler und dort konnte die Nummer dann entziffert werden. Bei meinem Anruf bei Tasso hatte ich Gott sei Dank eine sehr behilfliche Mitarbeiterin am Ohr und mit etwas Kombinieren hatten wir dann auch die Besitzer der Katze. Sie war bereits im Mai 2014!! als vermißt gemeldet worden, jetzt wurde sie gefunden. Die Suche nach den Besitzern gestaltete sich dann wegen eines nicht gemeldeten Umzugs von Neulußheim nach Wiesental als etwas schwierig, aber auch hier rief der glückliche und leicht fassungslose Besitzer noch am gleichen Abend an und holte mit der gesamten Familie im Schlepptau Kätzin Kathie, 7 Jahre alt und eine Britisch Kurzhaar mit wunderhübschen blauen Augen nach Hause.

 

Ende gut, alles gut. Merke: Tätowieren oder Chippen ist ganz ganz wichtig. 

03.09.2015

bs

Kein Tierschutz in Hockenheim?

 

Am 25.07.2015 wurde in der Schwetzinger Zeitung der Leserbrief einer jungen Frau aus

Hockenheim veröffentlicht. Es ging um die fehlende Bereitschaft der Stadtverwaltung bzw. des Ordnungsamtes Hockenheim ihrer Verpflichtung zur Hilfe in Bezug auf ein verletztes oder herrenloses Tier nachzukommen.

 

Frau Demir wandte sich an das Ordnungsamt, dort fühlte man sich nicht zuständig und verwies sie an das zuständige Tierheim in Heidelberg. Hier erhielt sie die Auskunft, dass man das Tier zwar aufnehmen würde, aber sie bzw. das Ordnungsamt Hockenheim müssten es einfangen und bringen. Und so beginnt sich der Kreis zu schließen. Frau Demir hat keine Falle, das Tierheim Heidelberg leiht ihr als Privatperson keine Falle, nur den Mitarbeitern

des Ordnungsamtes Hockenheim und die machen nichts.

 

Bei einem Anruf einer Mitarbeiterin des TSV Schwetzingen in dieser Angelegenheit beim OA Hockenheim sagte man ihr ganz klar, dass „man“ nicht zuständig sei, eventuell das Veterinäramt, aber auch dorthin gab man es nicht weiter. Eine Mail des TSV Schwetzingen an die Leiterin des OA Hockenheim Frau Trautmann wurde dann auch erst gar nicht beantwortet.

 

Das oben Geschilderte ist beileibe kein Einzelfall. Eine Mitarbeiterin des TSV Schwetzingen berichtet, dass Anrufe dieser Art von Bürgern Hockenheims besonders im Sommer fast wöchentlich vorkommen. Die Vorgehensweise ist fast immer die gleiche: der TSV Schwetzingen ist allein schon durch die Entfernung nicht zuständig, man bittet darum, die Gemeinde oder das TH Heidelberg zu benachrichtigen. Die Gemeinde fühlt sich nicht zuständig bzw. verweist an das TH Heidelberg und das TH Heidelberg beteuert zwar, das Tier aufzunehmen, aber man muss es fangen und bringen. Hier beisst sich die Katze in den Schwanz.

 

Es wäre schön, wenn man sich bei übergeordneter Stelle einmal kümmern würde, so die Aussage der Schwetzinger Tierschützer. Der Kater, um den es am Anfang ging, wurde zwischenzeitlich in die Katzenstation des TSV Schwetzingen geholt und tierärztlich versorgt.

Er gab ein jämmerliches Bild ab, genauso wie die Vorgehensweise der Verantwortlichen in Hockenheim.

 

Bei den Schwetzinger Tierschützern ist man nur noch verärgert. Hier werden Verantwortlichkeiten auf Kosten der Tiere, die sich eh nicht wehren können, hin und her geschoben. Auch das TH Heidelberg gibt da kein gutes Bild ab.

 

Der TSV Schwetzingen kümmert sich um fünf Gemeinden (Brühl, Ketsch, Oftersheim, Plankstadt, Schwetzingen). Ordentlichen Tierschutz auch noch in Hockenheim oder den dort angrenzenden Gebieten zu betreiben, stößt an die finanziellen und personellen Grenzen.

Fast alle Mitarbeiter des TSV Schwetzingen sind berufstätig und sind für hilfsbedürftige Tiere in ihrer Freizeit unterwegs. Noch eine Gemeinde zu übernehmen ist nicht möglich, zumal Hockenheim nicht gerade um die nächste Ecke liegt. Aber es muss ganz dringend etwas geändert werden.

 

 

26.08.2015

bs

Pfauen im Schwetzinger Schlossgarten


Karin Franz, die „Mutter“ der Schlossgarten-Tiere und Barbara Schwalbe vom Tierschutzverein Schwetzingen haben Pfau „Fritz“ in seiner neuen Unterkunft besucht.
Aber entgegen der Aussage von Herrn Hörrmann (GF der baden-württembergischen Schlösser und Gärten SSG) wurde er nicht in den Schlosspark Weikersheim strafversetzt, sondern auf ein Privatgrundstück in Ravenstein-Hüngheim. Der Schlosspark Weikersheim kam deshalb nicht in Frage, weil die dortigen Verantwortlichen die gleichen Probleme mit „ihren“Pfauen hatten wie in Schwetzingen. Sie spazierten durch die Stadt und richteten in der Balz an PKW’s ziemlichen Schaden an. Also wurden alle Tiere umgesiedelt, auch die weiblichen und eine neue „Besetzung“ gibt es nicht, auch keine Pfauenmädels. Der Schlosspark Weikersheim ist pfauenfrei.
Nun aber zurück zum Schwetzinger Pfau „Fritz“. Es kostete einige Anrufe herauszufinden, wo er denn nun wirklich abgeblieben war, der Fritz. Und am Sontag, 02.08.2015 starteten die beiden Tierschützerinnen zur Fahrt nach Ravenstein. Dort auf einem etwas außerhalb liegenden großen Grundstück sahen sie ihn dann wieder! Wegen der Mauser sah er am sonst so imposanten Schwanzgefieder arg mitgenommen aus. Herr Götzinger (der Besitzer des Grundstücks und neuer Besitzer von Fritz) hat ihm die Federn auf einer Seite gestutzt; er kann zwar nachts auf den unteren Ast eines Baumes flattern, aber so wie früher durch die Landschaft fliegen und flattern geht nicht mehr. Er hat eine Frau und vier Kinder, von denen schon  drei der Fuchs geholt hat.
Beim Abschied erklärte sich Herr Götzinger bereit, das übriggebliebene Kind von „Fritz“, sollte es ein Hahn sein, dem Schwetzinger Schlossgarten kostenlos zu überlassen. Aber bis dahin muss sicherlich noch vieles abgeklärt und besprochen werden.
Noch ein Punkt, der den Tierschützern arg auf der Seele liegt: Beim Lichterfest im Schwetzinger Schlossgarten wird seit einigen Jahren das Feuerwerk auf dem Großen Weiher abgebrannt. Obwohl der Schlossgarten viele Wassertiere beherbergt und das Wasser der einzige Rückzugsort bei diesen Großveranstaltungen ist. Es wäre schön, wenn sich die Verantwortlichen hierüber einmal Gedanken machen würden.

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