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 Aus dem Gebüsch im Garten ist aufgeregtes Zwitschern zu hören. Die Amseln haben sich auch in diesem Jahr dazu entschieden, ihre Jungen dort aufzuziehen. In der Hecke am Ende des Gartens ist ebenfalls einiges los. Auch dort fliegen Altvögel regelmäßig zum Füttern ihrer Kleinen ins Nest. Die Brutzeit ist in vollem Gange und wir Menschen sollten dabei möglichst wenig stören. Dafür ist es wichtig, dass Hundehalter ihre Vierbeiner in Wald und Flur an die Leine nehmen und dafür sorgen, dass sie den Vogelnachwuchs in Ruhe lassen. Weiterhin sollten auch Menschen ohne tierische Begleitung versuchen, sich möglichst rücksichtsvoll zu benehmen.

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Kein Tierschutz in Hockenheim?

 

Am 25.07.2015 wurde in der Schwetzinger Zeitung der Leserbrief einer jungen Frau aus

Hockenheim veröffentlicht. Es ging um die fehlende Bereitschaft der Stadtverwaltung bzw. des Ordnungsamtes Hockenheim ihrer Verpflichtung zur Hilfe in Bezug auf ein verletztes oder herrenloses Tier nachzukommen.

 

Frau Demir wandte sich an das Ordnungsamt, dort fühlte man sich nicht zuständig und verwies sie an das zuständige Tierheim in Heidelberg. Hier erhielt sie die Auskunft, dass man das Tier zwar aufnehmen würde, aber sie bzw. das Ordnungsamt Hockenheim müssten es einfangen und bringen. Und so beginnt sich der Kreis zu schließen. Frau Demir hat keine Falle, das Tierheim Heidelberg leiht ihr als Privatperson keine Falle, nur den Mitarbeitern

des Ordnungsamtes Hockenheim und die machen nichts.

 

Bei einem Anruf einer Mitarbeiterin des TSV Schwetzingen in dieser Angelegenheit beim OA Hockenheim sagte man ihr ganz klar, dass „man“ nicht zuständig sei, eventuell das Veterinäramt, aber auch dorthin gab man es nicht weiter. Eine Mail des TSV Schwetzingen an die Leiterin des OA Hockenheim Frau Trautmann wurde dann auch erst gar nicht beantwortet.

 

Das oben Geschilderte ist beileibe kein Einzelfall. Eine Mitarbeiterin des TSV Schwetzingen berichtet, dass Anrufe dieser Art von Bürgern Hockenheims besonders im Sommer fast wöchentlich vorkommen. Die Vorgehensweise ist fast immer die gleiche: der TSV Schwetzingen ist allein schon durch die Entfernung nicht zuständig, man bittet darum, die Gemeinde oder das TH Heidelberg zu benachrichtigen. Die Gemeinde fühlt sich nicht zuständig bzw. verweist an das TH Heidelberg und das TH Heidelberg beteuert zwar, das Tier aufzunehmen, aber man muss es fangen und bringen. Hier beisst sich die Katze in den Schwanz.

 

Es wäre schön, wenn man sich bei übergeordneter Stelle einmal kümmern würde, so die Aussage der Schwetzinger Tierschützer. Der Kater, um den es am Anfang ging, wurde zwischenzeitlich in die Katzenstation des TSV Schwetzingen geholt und tierärztlich versorgt.

Er gab ein jämmerliches Bild ab, genauso wie die Vorgehensweise der Verantwortlichen in Hockenheim.

 

Bei den Schwetzinger Tierschützern ist man nur noch verärgert. Hier werden Verantwortlichkeiten auf Kosten der Tiere, die sich eh nicht wehren können, hin und her geschoben. Auch das TH Heidelberg gibt da kein gutes Bild ab.

 

Der TSV Schwetzingen kümmert sich um fünf Gemeinden (Brühl, Ketsch, Oftersheim, Plankstadt, Schwetzingen). Ordentlichen Tierschutz auch noch in Hockenheim oder den dort angrenzenden Gebieten zu betreiben, stößt an die finanziellen und personellen Grenzen.

Fast alle Mitarbeiter des TSV Schwetzingen sind berufstätig und sind für hilfsbedürftige Tiere in ihrer Freizeit unterwegs. Noch eine Gemeinde zu übernehmen ist nicht möglich, zumal Hockenheim nicht gerade um die nächste Ecke liegt. Aber es muss ganz dringend etwas geändert werden.

 

 

26.08.2015

bs

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