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 Wann brauchen Jungvögel unsere Hilfe?
 
 Aus dem Gebüsch im Garten ist aufgeregtes Zwitschern zu hören. Die Amseln haben sich auch in diesem Jahr dazu entschieden, ihre Jungen dort aufzuziehen. In der Hecke am Ende des Gartens ist ebenfalls einiges los. Auch dort fliegen Altvögel regelmäßig zum Füttern ihrer Kleinen ins Nest. Die Brutzeit ist in vollem Gange und wir Menschen sollten dabei möglichst wenig stören. Dafür ist es wichtig, dass Hundehalter ihre Vierbeiner in Wald und Flur an die Leine nehmen und dafür sorgen, dass sie den Vogelnachwuchs in Ruhe lassen. Weiterhin sollten auch Menschen ohne tierische Begleitung versuchen, sich möglichst rücksichtsvoll zu benehmen.

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St. Martin: Laternen, Gänsebraten und Tierquälerei  

Mit Martinsumzügen und selbstgebastelten Laternen wird in ganz Deutschland in diesen Tagen das Martinsfest gefeiert. Die schöne Tradition ist aber auch eng mit großem Tierleid verknüpft. Dem Martinsfeuer – der Höhepunkt vieler Martinsfeste – fallen jährlich tausende Wildtiere zum Opfer. Dabei können viele Tierleben bereits gerettet werden, indem man das Brennmaterial erst kurz vorher auf- und unbedingt kurz vor dem Anzünden umschichtet. Zudem sollte auf den traditionellen Gänsebraten verzichtet und sich für eine vegetarische oder vegane Alternative entschieden werden. Der größte Teil der Martinsgänse wird unter katastrophalen Bedingungen im Ausland gemästet. Wer nicht bei seinem Festtagsmenü auf Fleisch verzichten möchte, sollte aber zumindest auf eine artgerechte Haltung der Tiere achten. Aktuell kommen etwa 80% der Gänse aus Polen, Ungarn und zum Teil auch aus Tschechien. Dort ist die Haltung vielfach katastrophal. Größtenteils werden Gänse in engen Ställen ohne Badewasser (Wasser ist für die Gefiederpflege unbedingt nötig) gehalten, in denen sie sich nicht artgerecht verhalten können. Um die Intensivtierhaltung zu verschleiern, werden die Tiere zum Teil mit irreführenden Bezeichnungen angeboten. Beispielsweise suggerieren Begriffe wie „vom Bauernhof“ oder „Landkorngans“ eine artgerechte Haltung. Tierschützer fordern deshalb nicht nur ein Ende der tierquälerischen Haltungsbedingungen sondern auch ein Verbot von beschönigenden Bezeichnungen. Verbraucher, die beim Festtagsmenü nicht auf Fleisch verzichten möchten, sollten auf die gesetzlich geschützten Kennzeichnungen „Auslaufhaltung“, „bäuerliche Auslaufhaltung“, „bäuerliche Freilandhaltung“, „Bio-„ oder „Ökogans“ achten. Diese stehen für eine artgerechte Haltung der Tiere mit Auslauf.

 

Als Nebenprodukt der Fleischgewinnung werden Federn und Daunen als Füllmaterial für Kissen, Bettdecken und Outdoorkleidung verwendet. Gänse werden lebend gerupft, wobei das schmerzhafte Ausreißen der Federn in Deutschland nicht erlaubt ist. In vielen anderen Ländern wird es aber noch praktiziert.

 

Ein weiteres tierquälerisches Produkt der Gänse- und auch Entenhaltung ist die Stopfleber. Sie wird hergestellt, indem man die Leber von Gänsen und Enten mittels Zwangsfütterung (Stopfen) auf etwa das Zehnfache Ihres Gewichts anschwellen läßt. Für die Produktion von Stopfleber werden nur Erpel verwendet, da sie die größere Leber ausbilden und diese weniger venenreich ist. Mehr als 30 Millionen weiblicher Küken werden jedes Jahr direkt nach der Geburt am Fließband aussortiert und lebend in den Schredder geworfen. Die Zwangsfütterung der Tiere beginnt im Alter von 8 bis 10 Wochen; über einen Zeitraum von 12 bis 21 Tagen werden die Vögel gestopft, d.h. dass ihnen jeden Tag 800 – 1000 Gramm Maisbrei mittels eines langen Metallrohrs, das ihnen gewaltsam in den Hals gestoßen wird, verabreicht wird. Dabei schwillt die Leber der Tiere auf das Zehnfache ihres normalen Gewichts an. Die Sterblichkeitsrate dieser armen geschundenen Tiere ist bis zu 20 mal höher als die der Tiere, die unter „normalen“ Lebensbedingungen aufwachsen. Ein tierfreundliches Stopfen gibt es nicht, obwohl immer wieder von Produzenten und Vertreibern versucht wird, es glaubhaft zu machen. Nebenwirkungen des Stopfens sind u.a. Atemnot, schlimmste Halsverletzungen, Knochenbrüche, Leberblutungen und Herzversagen. Die Tiere werden geschlachtet, kurz bevor sie an den Folgen des Stopfens sowieso langsam und qualvoll verenden würden.

 

Tierschutzverein Schwetzingen und Umgebung e.V.

 

Schwetzingen, 01.11.2015

 

bs

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