Tierschutz-News

TASSO-Newsletter 

 Wann brauchen Jungvögel unsere Hilfe?
 
 Aus dem Gebüsch im Garten ist aufgeregtes Zwitschern zu hören. Die Amseln haben sich auch in diesem Jahr dazu entschieden, ihre Jungen dort aufzuziehen. In der Hecke am Ende des Gartens ist ebenfalls einiges los. Auch dort fliegen Altvögel regelmäßig zum Füttern ihrer Kleinen ins Nest. Die Brutzeit ist in vollem Gange und wir Menschen sollten dabei möglichst wenig stören. Dafür ist es wichtig, dass Hundehalter ihre Vierbeiner in Wald und Flur an die Leine nehmen und dafür sorgen, dass sie den Vogelnachwuchs in Ruhe lassen. Weiterhin sollten auch Menschen ohne tierische Begleitung versuchen, sich möglichst rücksichtsvoll zu benehmen.

Weiterlesen...

Hilfe für Schlossgartentiere 2014 

Kröten im März 2014 

Auch dieses Jahr beobachtete ich im März wieder ein seltsames Krötensterben im Schlossgarten. Ich fand am Ufer zerfetzte Tiere, an deren Beinen nur noch die Haut als leere Hülle zu sehen war. Oft waren Rumpf und Kopf noch vollständig erhalten, aber der Rest des Körpers sah aus wie ausgesaugt und nach außen gestülpt. Vier Tiere fuhr ich zum chemischen Veterinäruntersuchungsamt in Karlsruhe und traf mich dort mit Herrn Dr. Maier vom Regierungspräsidium. Nach Prüfung aller Bilder und Fakten sowie einer Besprechung mit einem weiteren Experten, fand er im Internet Bilder über Fraßspuren von Iltis und Marder, die genauso aussahen wie die zerfetzten Tiere. Ein weiteres Treffen mit Herrn Sauter vom Veterinäramt und dem Forstrevierleiter Herrn Kolb, bestätigte diese Vermutung ein weiteres mal. Tiere erschließen sich neue Futterquellen, was Evolution bedeutet und jetzt hat es leider unsere jährlich weniger werdenden Kröten erwischt. 

  • IMG_0373
  • IMG_0377
  • IMG_0378

Simple Image Gallery Extended

Schwäne 

Es gibt ein letztes Schwanenpaar im oder besser gesagt am Schlossgarten, denn sie halten sich vorwiegend im und am Kanal in der Zähringer Strasse auf und unternehmen nur selten einen Ausflug in den Garten. Dieses Jahr bauten sie ihr Nest an einem besonders ungünstigen Platz, gleich rechts nach dem St. Thomas Heim, hinter dem Zaun auf einer kleinen Wiese. Belästigt von jedem Hund, aber sicher auch gut versorgt mit Futter. Ich unternahm ein paar hilflose Versuche den Zaun mit Efeu zu verkleiden, aber die Nähe zum Spazierweg war einfach zu groß. Eines Nachmittags bekam ich einen Anruf eines Schlossgartenaufsehers. Aus den 9 gelegten Eiern waren 5 kleine Schwäne geschlüpft, eines hatte leider nicht überlebt, 4 Eier lagen noch im Nest. Von dieser Wiese aus gibt es einen Zugang zum Kanal, der unterirdisch in der einen Richtung zur Stadt und in der anderen Richtung nach Oftersheim führt. In diesen Kanal haben sich die Schwäne, nicht wissend dass sie da nicht mehr rauskommen, begeben. Ich riet dem Aufseher um Benachrichtigung der Feuerwehr, da ich selbst zur Zeit nicht abkömmlich war. Die Feuerwehr war auch zur Stelle, hatte aber aufgrund der heftigen Gegenwehr der Eltern, keine Chance die kleinen Schwäne wieder ans sichere Ufer zu bringen. Abends sah ich, dass die FW einen steilen Steg ans Ufer gebaut hatten, aber es war völlig unmöglich dass die Eltern vorausgingen und die Kleinen folgten. In dieser Lage konnte ich ebenfalls nichts ausrichten. Es war eine kühle Nacht. Die Schwäne waren aufgeregt hin- und hergerissen zwischen ihren Jungen im Wasser und den verbliebenen 4 Eiern im Nest. So war die restliche Brütung permanent unterbrochen und es bestand keine Hoffnung auf die Schlüpfung der restlichen Jungen. Auch die Chance zum Überleben der Kleinen im Wasser war gering. Am nächsten Morgen traute ich vor Glück meinen Augen nicht, als ich am Dreibrückentor  in den Schlossgarten ging und unten im Leimbach auf einer Schlamminsel die 4 Würmlinge allein und sichtlich erschöpft sitzen sah. Sie hatten den ganzen Weg unterirdisch im Kanal bis ans andere Ende der Stadt zurückgelegt. Niemand hätte damit gerechnet, dass sie diesen langen Weg überleben. Sofort verständigte ich die geplagte FW und bat um weitere Hilfe. Zusammengekauert saßen alle 4 am Uferrand und ich konnte  alle auf einen Streich mit dem Köcher fangen. In einer Box ging es per Auto zurück in die Zähringer Strasse. Die Eltern hielten sich noch hinterm Zaun beim Nest auf. Ich musste sie vorlocken, denn von dort aus wären sie wieder im falschen Kanal gelandet, sie mussten rüber in den der Richtung Schlossgarten führt. Auf diesem Wasser gibt es zu den anderen Kanälen keine Verbindung. Also setzte ich die Kleinen wieder in den Köcher und zeigte sie den Eltern. Es dauerte endlos bis sie kapiert hatten, rüber zu wechseln in den anderen Kanal. Dort saßen mittlerweile die Kleinen am Ufer und endlich war der herrliche Moment da, als Mama und Papa ans Ufer flatterten und ihre Jungen in Empfang nahmen. Sofort zogen sie sich mit ihnen in den jetzt richtigen Kanal zurück. Die im Nest verbliebenen Eier habe ich später entsorgt, es war keinerlei Leben mehr darin. Die 4 Jungen wuchsen heran und waren nach ca. 2 – 3 Monaten mit ihren Eltern verschwunden. 

Gänse 

Seit Mitte Oktober behandle ich im Schlossgarten eine hinkende weiße Hausgans mit Medikamenten. Sie hat sich offensichtlich den linken Fuß verstaucht. Bisheriger Erfolg ist, dass sie beim Fressen wieder steht und ich will das ganze noch eine Weile fortsetzen, bevor ich sie unnötig aus ihrem Gänseverband rausreiße und ihr damit unnötigen Stress bereite. Falls keine Besserung eintritt bleibt ein Besuch bei Dr. Schneegans in Bad Dürkheim.

 Karin Franz 

Spendenkonto : 

Tierschutzverein Schwetzingen Schlossgartentiere

Sparkasse Heidelberg

IBAN : DE57 6725 0020 0009 1552 01

BIC : SOLADES1HDB    

Werden Sie Mitglied

Wenn Sie sich für unsere Arbeit interessieren und sich aktiv oder passiv daran beteiligen möchten würden wir uns über Ihren Beitritt im Verein freuen.

Download Mitgliedsantrag

Zuhause gesucht

  • William
     William Schwarzes Zwergkaninchen William ist das Kind von Seppl und Mona, ist bereits kastriert,…

Wir auf Facebook