Tierschutz-News

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 Wann brauchen Jungvögel unsere Hilfe?
 
 Aus dem Gebüsch im Garten ist aufgeregtes Zwitschern zu hören. Die Amseln haben sich auch in diesem Jahr dazu entschieden, ihre Jungen dort aufzuziehen. In der Hecke am Ende des Gartens ist ebenfalls einiges los. Auch dort fliegen Altvögel regelmäßig zum Füttern ihrer Kleinen ins Nest. Die Brutzeit ist in vollem Gange und wir Menschen sollten dabei möglichst wenig stören. Dafür ist es wichtig, dass Hundehalter ihre Vierbeiner in Wald und Flur an die Leine nehmen und dafür sorgen, dass sie den Vogelnachwuchs in Ruhe lassen. Weiterhin sollten auch Menschen ohne tierische Begleitung versuchen, sich möglichst rücksichtsvoll zu benehmen.

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Eine Weihnachtstiergeschichte 

Ein alleinlebender Schwanenmann, erkennbar an einer Beule am Hals, der im letzten Winter wie im Frühjahr nur an der römischen Wasserleitung und im Kanal vor der Stadtbücherei anzutreffen war, wanderte plötzlich im Juli zur Moschee. Dort lebt seit Jahren ein Schwanenpaar, das jedes Jahr etliche Junge im und am Kanal in der Zähringerstrasse großzog. Mindestens 3 Monate zu früh wurden dieses Jahr die Jungen von den Eltern vertrieben. Dabei stellte ich fest, dass der eigentliche Schwanenvater verschwunden und der Beulenschwan
plötzlich der Partner der Schwanenmutter war. Er war wahrscheinlich auch der Grund, warum, die Jungen so früh vertrieben wurden. Der Exschwanenvater blieb die ganze Zeit verschwunden und kehrte Anfang Oktober zurück. Sowohl Exfrau als auch neuer Lover verprügelten ihn sobald er auftauchte und letztlich so schwer, dass er am Boden lag und sich nicht mehr rührte. Zwei täglich anwesende Schlossgartenbesucherinnen haben den Vorfall beobachtet und gemeldet. Die Schlossgartengärtner haben ihn aufgelesen und in einen . .
Naturkäfig untergebracht. Die Tierärztin, Frau Dr. Stammler, hat ihn untersucht und konnte keine lebensgefährlichen Verletzungen, feststellen.

Nach fast 6-wöchigem Aufenthalt im Käfig war leichte Besserung in Sicht. Ich telefonierte mit halb Deutschland um eine Unterbringungsmöglichkeit zu finden, denn in diesem, noch verletzten Zustand, konnte er nicht irgendwo ausgewildert werden. Auf Rat eines Arztes der Tierklinik Walla in Wiesloch, wandte ich mich an die Univogelklinik in Gießen, die mir etwas über eine„Schwanenfrau" in Koblenz erzählten. Über die Stadtverwaltung Koblenz erhielt ich Informationen und konnte einen Kontakt mit der „Schwanenfrau", Frau
Klöppler, herstellen. Als ich ihr telefonisch das Schicksal des Schwans schilderte, er wird übrigens Otto genannt, sagte sie sofort: das kenne ich, diese vermeintliche Monogamie der Schwäne, der kommt zu mir, ich
habe zur Zeit neun verletzte Schwäne aufgenommen, er ist der zehnte, darunter auch eine Schwänin ohne Mann, vielleicht wird das was.

Es ist herrlich solche Tiermenschen zu finden und kennenzulernen.
Am Samstag, 27.11.2011 war es soweit, Frau Schwalbe vom Tierschutzverein und ich, fuhren ihn in einer großen Hundebox nach Koblenz. Wir wurden von einem älteren Ehepaar (beide über 70) empfangen, und trafen auf ein großes Grundstück mit den anderen dort lebenden Schwänen. Sprachlos sahen wir zu wie forsch und erfahren Frau Klöppler unseren „Otto" aus der Box holte." Kaum auf dem Boden marschierte er schwankend auf die beiden aufgestellten Trinkbecken zu und setzte sich hinein. Endlich wieder Wasser! Auf dem Gelände gibt es drei größere und kleinere Wasserbassins in denen sich die verletzten Tiere aufhalten können. Zufrieden fuhren wir nach Hause.
Einen Tag später erfuhr ich, dass er den ganzen Tag im Wasser saß und nun wieder blütenweiß wäre.
Frau Klöppner meinte, er hätte eine Verletzung an der Wirbelsäule, deren Ausheilung bei seinem betagten Alter noch einige Zeit in Anspruch nehmen würde.
Meine frühere Kritik an der Schlossverwaltung nehme ich ausdrücklich zurück. Wenn ich sehe und erlebe was die Schlossgartenverwaltung und ganz im Besonderen die Schlossgartengärtner an Unterstützung für
meine Arbeit beisteuern, möchte ich mich hiermit herzlich bei allen bedanken.

Die mit diesen Aktionen verbundene Arbeit ist nur durch ehrenamtliches
Engagement möglich !
Karin Franz

 

( Der Pfau sitzt jetzt im Bau, oder Das Jahr der Pfauen )

Es war ein ruhiges Jahr und man könnte es das Jahr der Nachsorge nennen. Aber man könnte
es auch als das Jahr der Pfauen bezeichnen, denn sie beschäftigen mich seit Mai dieses Jahres
und das alles ist noch nicht zu Ende und das Ende bleibt offen.

Zur Nachsorge : 
Anfang Februar erhielt ich einen Anruf von Frau Klöppner aus Koblenz, bei welcher ich den verletzten Schwan Otto ( mein damaliger Bencht in der SZ',,7äTner~Schwan von Ehefrau verprügelt „ ) seit November 2011 untergebracht hatte. Er lag eines Morgens friedlich eingeschlafen in Ihrem Trockenschuppen. Sicher hatte er ihren Berichten nach noch schöne, fast eineinhalb Jahre verbracht. Oft erzählte sie mir wie er sich zum Chef ihrer übrigen versorgten 9 Schwäne aufspielte und man ihm seine Rückratverletzung kaum anmerkte. In der Zeit seiner Unterbringung bei ihr unterstützte ich sie durch finanzielle Spenden.

Auch mit Frau Schokelinski-Nielsen in Velbert bei Wuppertal, bei der meine zweite blinde Gans „Emma" lebt, habe ich mehrmals gesprochen und ihren Gnadenhof „Tiere in Not" finanziell unterstützt. Emma lebt dort wie bereits früher berichtet, seit Oktober 2011 mit einem Häschen und einer Laufente zusammen in einem Gehege.

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Das Pfauenjahr :
Seit meinem Aufiiif in den letzten Vereinsnachrichten, sowie Flugblatt und Presse zum Futterverbot in der Innenstadt hat sich wenig geändert, die Einsicht ist gering.
Ausgenommen vom letzten männlichen Pfau „Fritz", der inzwischen in einer Außenvoliere untergebracht ist, wandern die 3 Mädels unentwegt, tagtäglich durch die Schwetzinger Strassen. Eigentlich hat die Schlossgartenverwaltung keine Ausgehgenehmigung erteilt, aber der Pfau ist widerspenstig, stolz und nicht obrigkeitshörig. Einige Anwohner haben durch Einsicht ihre Fütterung eingestellt, aber es hat den Eindruck als würden die 3 Mädels die Spaziergänge auch ohne Futter nicht bleiben lassen, sich vor Autos überhaupt nicht fürchten und die Bewunderung der Menschen genießen. Mitte Juni meldete sich bei mir eine Frau aus der Leopoldstrasse, in ihrem Garten hatte eine Pfauenhenne ein Nest eingerichtet und brütete. Wohl eine Lieblingsecke der Pfauenmädchen, denn bereits ein Jahr zuvor holte ich die bereits geschlüpften Jungen gegenüber von einem Garagendach. Im Gespräch mit den Anwohnern vereinbarten wir abwechselnd zu füttern und die brütende Henne sitzen zu lassen. Das ging eine knappe Woche gut, dann hörte ich plötzlich nachts um vier, ich wohne nicht weit weg, aufgeregte Pfauenschreie. Gewappnet mit Taschenlampe und Lockfutter machte ich mich auf den Weg, von der Henne keine Spur, aufgeschlagene Pfaueneier neben dem Nest, vermutlich Marder. Die Henne war wohl schon in den Schlossgarten geflüchtet.

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Fritz (der Pfau sitzt im Bau) entwickelt sich seit Frühjahr (Balzzeit) dieses Jahres zum Problempfau. Ohne märmliche Artgenossen, mit denen er sich messen könnte, versuchte er im Spiegelbild seine vermeintlichen Gegner zu bekämpfen. Wir stellten ihm einen ca. 40 cm großen Spiegel an einen Baum. Damit war er tatsächlich eine Woche lang beschäftigt. Es war sehr lustig wie er sich vor dem Spiegel drehte und wendete und es war ihm wohl unbegreiflich, wer da zurückschaute. Darm aber genügte ihm das nicht mehr, er wollte ja springen und kämpfen und dafür kamen dann dunkel lackierte Autos in Frage in denen er sich als Feind erblickte und mit seinem Springen und Hacken an verschiedenen Fahrzeugen einen Schaden von mehreren Tausend Euro anrichtete. Durch zähe Ausdauer und etwas Glück des Gartenbaumeisters konnte er gefangen werden und sitzt seither in besagter Voliere, wird von mir versorgt und gefuttert und harrt der Dinge die da kommen. Die Schlossgartenverwaltung bemüht sich außerhalb eine Platz zu finden, was sich jedoch sehr schwierig gestaltet, da man nicht garantieren kann, wie sich sein Hormonstau entwickelt.

Der Pfau, geliebt, verehrt und doch verloren.
Viele Bilder des Schlossgartens zeigen immer auch einen Pfau, als Sinnbild des Schönen, Anmut und Eleganz dieses einmaligen "Gartens. Anscheinend ist es jedoch unausweichlich, dass die Pfauen aus dem Schlossgarten verschwinden, trotz aller Bemühungen der Schlossgartenverwaltung. Aufgrund der Situation stellt sich etwas Mutlosigkeit ein und die Frage nach dem Schicksal der Pfaue im Schwetzinger Schlossgarten kann im Moment noch niemand beantworten.
Ende offen !

 

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